Willkommen in der Wissenschaft 2.0

Urhebergesellschaft trifft digitale Realität – Teil 08/15. Oder: Warum ich endlich wieder stapelweise Kopien mit zur Lehrveranstaltung bringe.

Sehr geehrte Dozentin, sehr geehrter Dozent,
aufgrund der geänderten Rechtslage werden wir ab dem Sommersemester 2014 die Vorgaben des Bundesgerichtshofs bzgl. des Urheberrechtswahrnehmungsgesetzes für die Bereitstellungen von Literatur in den Semesterapparaten umsetzen.

Beachten Sie bitte folgende Grenze, wenn Sie einen Auszug aus einem Buch in Ihrem Semesterapparat bereitstellen wollen:

  • Es dürfen maximal 12 % des Werkes, höchstens jedoch 100 Seiten, im Semesterapparat digital bereitgestellt werden.
  • Diese Grenze darf auch nicht durch sukzessive Bereitstellung mehrerer Teile umgangen werden.
  • Dies gilt auch für von Ihnen selbst hochgeladene Texte, die Auszüge aus Büchern oder Sammelwerken sind.

Während des Sommersemesters werden wir auch damit beginnen, die vorhandenen Einträge in den Semesterapparaten zu prüfen und werden uns ggf. mit der Bitte um Kürzung von Einträgen an Sie wenden.

Den vollständigen Text des Urteils finden Sie hier:
http://juris.bundesgerichtshof.de/cgi-bin/rechtsprechung/document.py?Gericht=bgh&Art=en&client=12&nr=65649&pos=0&anz=1&Blank=1.pdf

Mit freundlichen Grüßen
Ihr Semesterapparat-Team

Review: Kann die nicht, will die nicht oder soll die nicht?

In eigener Sache: Neu erschienen ist die Rezension zu: Ina E. Bieber, 2013, Frauen in der Politik. Einflussfaktoren auf weibliche Kandidaturen zum Deutschen Bundestag. Wiesbaden: Springer VS.

“Ina E. Bieber untersucht in ihrer Dissertation die Einflussfaktoren für erfolgreiche Bundestagskandidaturen von Frauen. Anhand von Längsschnitt- und Querschnittsdaten analysiert sie Faktoren auf der Mikroebene wie individuelle Eigenschaften und Dispositionen sowie Faktoren auf der Makroebene wie Partei- und Wahlsystemeinflüsse. Vor allem letztere wirken sich signifikant auf die Wahlchancen von Frauen aus. Allein das Geschlecht ist kein signifikanter Faktor für den Wahlerfolg zum Bundestag – vor allem die Zugehörigkeit zu Parteien des linken Spektrums und Kandidaturen auf Listenplätzen zeitigen für Frauen größere Chancen, erfolgreich zu kandidieren. Bei den individuellen Faktoren sind erwartete geschlechterspezifische Effekte, zum Beispiel durch Familienstand etc., nicht aufgetreten.”

in: Querelles-net Jg. 15(1), 2014