herr*krit: Herrschaftskritische Summerschool@Uni Kassel

„Herr Professor, vor zwei Wochen schien die Welt noch in Ordnung…“ Adorno: „Mir nicht!“

Kritische Gesellschaftstheorie wird seltener an Hochschulen und in öffentlichen Auseinandersetzung, wenn an der einen Stelle scheinbar neutrales, technisches Wissen produziert wird und an der anderen Stelle komplexe Zusammenhänge auf kurze Schlagzeilen und leichte Kost reduziert werden. Umso wichtiger ist das Zusammenkommen von Wissenschaftler/innen, die sich mit gesellschaftlichen Verhältnissen kritisch – also nicht nur affirmativ (oder positivistisch) auseinandersetzen wollen. An der Universität Kassel findet hierzu vom 25.-29. Juli 2016 die Herrschaftskritische Sommeruniversität statt – für Wissenschaftler/innen, Studierende und Interessierte.

Wissenschaft als Teil von Gesellschaftskritik und als Teil, der Gesellschaft herstellt: In diesem Sinne gibt es im Programm Workshops und Crashkurse, neben klassischen Workshops vor allem zu materialistischen Ansätzen in der Staatstheorie und im Feminismus. Dabei sind einige aktuelle Themen zu finden, die im wissenschaftlichen und medialen Alltag nicht allzu viel Beachtung finden: Was steckt hinter der Metarmorphose von Portugal vom PIIGS-Problemstaat zum “Musterknaben” der Währungs-, Wirtschafts- und Finanzkrise? Welche ökonomische Bildung wird Schüler/innen an deutschen Schulen vermittelt und von wem erhalten Lehrer/innen ihre Informationen und Materialien? Ein politisches Kulturprogramm rundet die Woche ab.

 

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